Nach drei erfolgreichen Jahren endet 2017/2018 die erste Phase von AlpArray Austria. Seit Mitte 2015 betreibt das Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Wien dreißig hoch empfindliche seismische Breitbandstationen in Österreich und der Slowakei und liefert einen wichtigen Beitrag zur internationalen AlpArray-Initiative. Die Daten werden verwendet für die Grundlagenforschung. So haben Forscher des Instituts damit Erdbeben aus aller Welt aufgezeichnet, und u.a. den Untergrund des Wiener Beckens in einer bislang nicht möglichen Präzision abgebildet, Nukleartests registriert, oder auch durch Züge verursachte seismische Vibrationen im Detail untersucht. Die Daten sind auch vonnutzen für die zeitnahe Analyse der Erdbeben in der Region. Dafür werden sie in Echtzeit an die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik weitergeleitet.

Umso wichtiger und erfreulicher ist nun die Nachricht, dass der österreichische Wissenschaftsfond FWF eine weitere Phase von AlpArray Austria fördert und damit die Bedeutung des Projektes für die österreichischen Geowissenschaften unterstreicht. Somit ist auch die dichtere Abdeckung der Ostalpen mit seismischen Sensoren für die nächsten drei Jahre gesichert, und Wissenschaftler der Universität Wien werden wertvolle Beiträge leisten, um die Prozesse auf und unter der Erdoberfläche besser zu verstehen.