Naturgefahren
Felssturz. © Robert Supper

Die menschliche Gesellschaft ist ständig natürlichen Bedrohungen ausgesetzt. Seien es Hochwässer, die sich aus extremen Niederschlägen und zu geringen Sickerflächen entwickelt haben, oder Stürme, die orkanhaft über das Land fegen, ungeschützte Bauten oder Stromnetze beschädigen oder zerstören und zu Ernteausfälle führen, oder riesige Lawinenabgänge, die ganze Ortschaften unter sich begraben.

Die aufgezählten Katastrophen erwähnen zuerst einmal nur jene, die meteorologischen Ursprungs sind. Bereits bei exzessiven Niederschlägen kommt es aber auch zu Hangrutschungen, oder bei niedrigen Temperaturen zur Vereisung von Klüften, die ihrerseits Felsbrocken absprengen und somit zu einer Felssturzgefahr werden. Im größeren Ausmaß bewegen sich bereits ganze Gebirgskörper in ein Tal oder in einen Stausee. Hanginstabilitäten zählen zu einer häufigsten natürlichen Bedrohungen für die Bevölkerung im Alpenraum. Dazu kommen noch Erdbeben, die Menschenopfer fordern und Gebäude beschädigen können.

Die Auswirkungen von Naturkatastrophen im Ausland können aber auch indirekte Auswirkungen bis nach Österreich haben. Seien es Tsunamis, die sich in Urlaubsländern ereignen können, oder Vulkanausbrüche, die den Flugverkehr lahm legen. Mit diesen erdgebundenen Naturgefahren befasst sich die Geophysik. Eine Einschätzung des Gefährdungspotentials ermöglicht es damit Firmen im In- und Ausland ihre Gebäude, Maschinen und Transportwege für den Menschen sicher zu gestalten.